Du willst Padel ausprobieren? Padel ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit und vereint Elemente aus Tennis und Squash. Auf dieser Seite findest Du die wichtigsten Infos für Deinen Einstieg: Wie spielt man Padel und was brauchst Du dafür?
Padel wird fast immer im Doppel gespielt – also zu viert auf dem Platz. Der Padel-Court ist von Glaswänden und Gitterzäunen umschlossen und ca. 20 x 10 Meter groß. Ein Netz teilt das Feld in zwei Hälften. Ziel ist es, den Ball so über das Netz zu spielen, dass die Gegner ihn nicht regelkonform zurückspielen können.
Das Besondere am Padel: Die Wände sind Teil des Spiels. Der Ball darf nach dem Aufspringen auf dem Boden die eigenen Wände berühren – Du hast mehr Zeit zum Reagieren und die Ballwechsel werden oft lang und spektakulär. Der Aufschlag erfolgt immer von unten und diagonal ins gegnerische Aufschlagsfeld. Die Zählweise ist identisch mit Tennis (0, 15, 30, 40, Spiel).
Mehr Details zu den Regeln findest Du auf unserer Seite Padel-Regeln einfach erklärt.
Die gute Nachricht vorweg: Für Deinen Padel-Einstieg brauchst Du sehr wenig. Einen Padel-Schläger, ein paar Padel-Bälle und einen Padel-Court. Alles Weitere ist optional.
Ein Padel-Schläger unterscheidet sich deutlich von einem Tennisschläger: Er ist kürzer, hat keine Saiten und besitzt eine feste Schlagfläche mit kleinen Löchern. Für den Einstieg genügt ein Einsteigerschläger für ca. 50–100 Euro. Viele Padel-Center bieten zudem Leihschläger an (meist 3–5 Euro pro Stunde). Frage am besten direkt vor Ort nach, bevor Du Dir einen Schläger kaufst.
Padelbälle sehen Tennisbällen sehr ähnlich, haben aber einen leicht geringeren Druck. Dadurch springen sie weniger stark ab und das Spiel wird kontrollierbarer. Drei Bälle genügen für ein Spiel. Eine Dose mit 3 Padel-Bällen kostet im Handel ca. 5–8 Euro.
Padel wird auf speziellen Padel-Courts gespielt, die von Glaswänden und Gitter umschlossen sind. In vielen Städten gibt es mittlerweile Padel-Anlagen (Indoor und Outdoor). Die Platzmiete liegt in der Regel bei ca. 20–40 Euro pro Stunde für den ganzen Court (aufgeteilt auf vier Personen). Vereine findest Du auch über die cadaiungo-Vereinssuche mit Ansprechpartner/innen.
Normale Sportkleidung ist vollkommen ausreichend. Wichtig sind rutschfeste Sportschuhe mit gutem Halt – am besten Padel- oder Tennisschuhe mit Profil für Sandplätze. Normale Hallenschuhe eignen sich nicht für den (meist) sandbestreuten Kunstrasen auf Padel-Courts.
Schlägerleihgebühr ca. 3–5 Euro oder Einsteigerschläger ab ca. 50 Euro + Bälle (3 Padel-Bälle ca. 5–8 Euro) + Platzmiete ca. 20–40 Euro pro Stunde (geteilt durch 4 Personen).
Der Padel-Court ist 20 Meter lang und 10 Meter breit und damit deutlich kleiner als ein Tennisplatz. Er ist vollständig von Glaswänden (hinten und teilweise seitlich) und einem Metallgitter umschlossen. Das Netz teilt den Court in zwei Hälften. Eine Aufschlaglinie markiert die Aufschlagsfelder, die durch eine Mittellinie in ein rechtes und linkes Feld geteilt sind.
Am Anfang musst Du Dich nicht mit allen Linien beschäftigen. Wichtig ist: Der Ball muss nach dem Aufspringen auf dem Boden zurückgespielt werden – vorher oder nachher darf er die Wände berühren.
Die Schlägerhaltung beim Padel nennt sich Continental-Griff – auch als "Hammergriff" bekannt. Du hältst den Schläger so, als würdest Du einen Hammer halten. Mit diesem Griff kannst Du Vorhand, Rückhand, Volleys und den Aufschlag ohne Umgreifen spielen. Das ist im schnellen Padel-Spiel ein großer Vorteil.
Wichtig ist außerdem die Handschlaufe am Schlägerende. Zieh sie immer um Dein Handgelenk – auf dem engen Court kann ein aus der Hand rutschender Schläger Mitspieler/innen verletzen.
Die Zählweise im Padel ist identisch mit der Zählweise im Tennis: Die Punkte innerhalb eines Spiels zählen 0, 15, 30, 40, Spiel. Ein Satz wird bis 6 Spiele gespielt (mit zwei Spielen Vorsprung). Bei 6:6 folgt ein Tiebreak. Ein Match geht über zwei Gewinnsätze.
Oft wird mit dem Golden Point (Punto de Oro) gespielt, den es auch im Tennis gibt: Bei 40:40 entscheidet ein einziger Punkt das Spiel – das macht Padel besonders spannend. Für den Einstieg kannst Du die Punkte aber auch einfach hochzählen (1:0, 1:1, 2:1 ...), damit der Spaß im Vordergrund steht.